Zigarettenstummel in der Natur

giani / Pixabay

Raucher werden per Gesetz immer mehr samt ihren Zigarettenqualm an die frische Luft gesetzt. Da rauchen nicht mehr in öffentlichen Gebäuden, am Arbeitsplatz oder in einer Anzahl von Gasstätten erlaubt ist, verzieht sich der Raucher immer mehr nach draußen. Doch damit werden die Gifte einer Zigarette nicht ausgeschaltet, sondern in die Umwelt getragen. In der gesamten Welt sollen ca. 4.5 Billionen Zigarettenstummel achtlos in der Natur zertreten werden. Deutschland, als ein sehr starkes Zigarettenland, dürfte an der Zahl seinen erheblichen Betrag liefern.

Für die Umwelt könnte dies eine erhöhte Belastung sein. Auf jeden Fall stellen achtlos weggeschmissene Zigarettenstummel zunächst eine Gefahr dar. Der Stummel einer Zigarette kann ganze Wälder in Flammen aufgehen lassen. Selbst wenn dieser mit dem Fuß nochmals unschädlich gemacht zu sein scheint, ist das Risiko einer Brandquelle immer noch erheblich. Dies sollten alle Raucher bedenken und ihre Zigarette am besten nach dem rauchen nass entsorgen. Schädlich sind die Reste einer Zigarette immer für die Umwelt. Sie bestehen nun mal aus Teer und Nikotin, dieses sind Gifte, die sich erst nach vielen Jahre abbauen können. Solange belästigen sie unsere Umwelt.

Gerade im Filter befinden sich solche Stoffe, was ja auch logisch ist. Der Filter vor zu hoher Nikotinaufnahme schützen. Was für den Menschen von Vorteil ist, kann in der Natur zum Verhängnis werden. Besonders schlimm wirken sich die Tabakreste in den Seen und anderen Gewässern aus. Fische leiden sehr unter den freisetzenden Giften der Zigarettenstummel. Zigarettenreste bestehen aus Tabak, Teer, den jeweiligen Zusatzstoffen des Herstellers und den Filter selbst. Dieses Papier gilt als geringstes Übel.

In Deutschland werden pro Tag 225 Millionen Zigaretten geraucht. Was dabei in der Natur landet, ist zu viel, um von Bagatellen zu sprechen. Leider geht die Politik diesem Thema gerne aus dem Wege. So darf vieler Orts nicht mehr geraucht werden, doch gilt dies nicht für Spielplätze. Nur in Bayern und Neurdings in Bremen wurden hierzu Verbote verfügt.

Die Bevölkerung ist selbst zum Handeln aufgefordert. Raucher erfreuen sich auch gerne einer intakten Umwelt, durch umsichtiges Verhalten in Mutter Natur, kann jeder dazu beitragen, dass diese nicht weiter geschädigt wird. Dazu muss niemand das Rauchen aufgeben. Ein wenig Rücksicht reicht schon aus.
Immerhin hat so mancher Zigarettenstummel auch sein Gutes. Wissenschaftler aus Mexiko fanden heraus, dass Spatzen die Stummel zur Abwehr von Parasiten ihrer Nester sammeln. Sind diese wirklich komplett ohne Glimmen ausgemacht, sind die Zigarettenüberbleibsel zumindest für unsere gefiederten Freunde eine große Hilfe.

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