Naturheld Tipps fuer Lebensmittel und Ernaehrung

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Naturheld Tipps für Lebensmittel und Ernährung

Naturheld fragt… Wasser mit weitem Transportweg

Wasser ist überall in Deutschland in hervorragender Trinkwasserqualität vorhanden. Es ist fraglich, warum Wasser trotzdem oftmals aus Frankreich, der Schweiz oder aus anderen weit entfernten Orten herantransportiert wird.

Naturheld fragt… Lebensmittel mit Flugzeugen transportiert

Ziemlich klar ist, dass die Oekobilanz bei Lebensmitteln, die mit dem Flugzeug transportiert werden mussten, immer schlecht ist. Die Umweltbilanz von Transporten via Luftfracht ist verherrend.
Von daher sollte man immer auf Lebensmittel verzichten, die auf dem Luftweg transportiert wurden. Das betrifft in der Regel leicht verderbliche Lebensmitteln, die „weit weg“ zum Beispiel in Chile, Südafrika etc. erzeugt wurden. Auf frische Erdbeeren aus Südafrika und andere ähnlichen Waren sollten Sie lieber verzichten.

Naturheld empfiehlt… weniger Fleisch essen

Für die Produktion von Fleisch werden sehr viele Ressourcen benötigt. Insbesondere die Produktion von Rindfleisch sticht hierbei besonders negativ heraus. Massentierhaltung – und aus der stammt ein Großteil des verzehrten Fleisch – erzeugt Unmengen von tierischen Abfällen und Emissionen. Zur Mast der Tiere werden sehr viele Rohstoffe wie Soja oder Mais eingesetzt, deren Anbau ebenfalls Energie und Landfläche verbraucht. Ebenfalls verbraucht die Produktion von Fleisch sehr viel Wasser, das nicht überall auf der Welt in Mengen vorhanden ist.

Die klare Empfehlung kann daher nur lauten: weniger ist mehr! Esst etwas weniger Fleisch, verzichtet bewusst an manchen Tagen auf das Steak oder Schnitzel und greift zu leckerem Gemüse und Obst. Der Idealfall wäre aus ökologischer Sicht sicher, wenn man zum Veganer oder Vegetarier werden würde.

Naturheld empfiehlt… Fische und Meeresfrüchte aus nachhaltiger Fischerei

Fische und Meeresfrüchte sind eine sinnvolle und gesunde Ergänzung des Speiseplans. Marine Stewardship Council – Fisch und Meeresfrüchte aus zertifiziert nachhaltiger FischereiMSC (Marine Stewardship Council) ist eine unabhängige und weltweit tätige gemeinnützige Organisation, die mithilfe eines Zertifizierungs-Programms für nachhaltige Fischerei einen Beitrag zu gesunden Weltmeeren leistet. Das blaue Siegel des MSC genießt weltweit Vertrauen und steht für umweltbewussten und nachhaltigen Fischfang.

Naturheld empfiehlt… Regional einkaufen

Warum sollte man doch öfters beim Einkauf zu regionalen oder lokalen Produkten greifen? Muss es wirklich der Apfel aus Südamerika, die Trauben aus Indien, das Lammfleisch aus Neuseeland sein? Vieles ist ein ökologischer Irrsinn. Der Transport dieser Waren belastet die Umwelt in einer nicht vertretbaren Weise. Oft gilt: Je kürzer der Transportweg der Ware ist, desto umweltschonender ist das Produkt. Und kein Weg ist kürzer als direkt bei einem regionalen Anbieter einzukaufen.

Leider ist es nicht immer einfach einzuschätzen, welches Produkt ökologischer ist: ein regionales oder ein importiertes. Bei der Herstellung und beim Transport eines Nahrungsmittels werden Ressourcen verbraucht. Ein Produkt aus der Region kann unter Umständen umweltfeindlicher sein, als eines das einen weiten Weg hinter sich hat. Die frühere Version dieser Seite hatte diesen Punkt noch nicht intensiv genug beleuchtet, ihm sollte aber eigentlich ein großes Augenmerk gewidmet werden.

Der Preis

Aber das kann sich doch kein Mensch leisten? Dieses Argument hört man oft. Klar ist, dass Produkte, die nicht aus industrieller Massenfertigung stammen, immer einen höheren Preis haben. Aber Qualität hat eben seinen Preis. Und überraschenderweise ist dieser bei lokalen, biologisch erzeugten Produkten oft auch nicht höher als vergleichbare Angebote aus einem qualitativ guten Supermarkt – manchmal sogar billiger, wenn Sie z.B. die Erdbeeren selbst auf dem Feld pflücken. Probieren Sie es einfach mal aus!
Natürlich muss man ja sein Essen nicht nur regional einkaufen. Warum nicht zu einem Einkaufsmix gelangen? Hin und wieder Qualität auf seinen Teller zu bekommen – am besten noch ohne industrielle Chemie und Zusatzstoffe – ist eine wertvolle Bereicherung des heimischen Speisezettels.

Regionale Wertschöpfung

Und bedenken Sie auch: Ihr Geld landet nicht in undurschaubaren Händlerketten, sondern kommt direkt beim Erzeuger an. Die Wertschöpfung bleibt so in der Region! Beim Direktvermarkter einzukaufen, ist tatsächlich auch regionale Wirtschaftsförderung! Ärgern Sie sich, wenn kleine Läden im Ort schließen, wenn nur noch große Ketten da sind, wenn Sie zur „grünen Wiese“ fahren müssen, um dort einzukaufen. Ärgert es Sie, wenn Großkonzerne mal tausende Mitarbeiter entlassen? Indem Sie gezielt beim Einkauf handeln, tragen Sie dazu beim solche Mißstände zu beenden.

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Creative Commons License photo credit: mlinksva

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4 Comments

  1. 1

    Super Zusammenstellung bisher. Stimme dem Kontext zu und freue mich auf weitere Neuigkeiten 🙂 Beste Grüße, Stefan

  2. 2

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