Gefährdung und Artenschutz

mikezwei / Pixabay

Mit der Abholzung riesiger Waldflächen, der Überfischung der Ozeane und dem Klimawandel hat der Mensch ein rasantes Artensterben ausgelöst. In den meisten Regionen Mitteleuropas sind die Ökosysteme durch diese Eingriffe schon so weit gestört, dass viele Existenzen zahlreicher Arten auf dem Spiel stehen. Während diese Entwicklung zunächst weitgehend ignoriert wurde, bewirkte die Erstellung sogenannter Roter Listen einen vergleichsweise raschen Bewusstseinswandel. Bei den roten Listen handelt es sich um Übersichten über gefährdete Pflanzen und Tiere, eines Gebietes unter Kennzeichnung des Gefährdungsgrades. Sie wurden nach dem Muster Red Data Books, der IUCN  ( International Union for Conservation of Nature ) erstellt und liegen inzwischen für viele Staaten und Regionen vor. Seit 1977 auch für die Bundesrepublik Deutschland. Sie dienen insbesondere bei Fragen des Natur und Landschaftsschutzes als Beurteilungs- und Entscheidungsinstrument…..

Die gefährdeten Arten werden nach Auswertung umfassender Kategorien zugeordnet:

Die Kategorie 0 umfasst sowohl die bereits nachweisbar ausgestorbenen und ausgerotteten Arten, als auch die verschollenen Arten, deren Population seit mehr als 40 Jahren nicht mehr nachgewiesen werden konnten.

Zur Kategorie 1 gehören vom Aussterben unmittelbar bedrohte Arten. Solche Arten kommen nur noch in Einzelexemplaren oder Kleinstpopulationen vor; ihr Rückgang vollzieht sich sehr schnell.

In der Kategorie 2 werden stark gefährdete Arten geführt, bei denen ein erheblicher Rückgang zu verzeichnen ist oder die durch laufende und absehbare menschliche Einwirkungen erheblich bedroht sind.

Die Kategorie 3 umfasst gefährdete Arten die massiv zurückgegangen oder durch laufende klimabezogene und auch menschliche Einwirkungen bedroht sind. Hierher gehören z.B. Arten, die noch relativ große Populationen aufweisen.

Die Kategorie G bezieht sich auf die Arten für die eine Gefährdung anzunehmen ist.

In der Kategorie R werden extrem seltene Arten bzw. sehr lokal vorkommende Arten geführt. Selbst wenn kein merklicher Rückgang festzustellen ist, können sie wegen ihrer Seltenheit durch unvorhersehbare menschliche Einwikungen ausgerottet bzw. zumindest erheblich dezimiert werden.

Ergänzend sei angemerkt, dass die Situation in den einzelnen Regionen oder Bundesländern bezüglich einzelner Arten sehr unterschiedlich sein kann. Diese werden durch + ( regional stärker gefährdet ) und – ( regional schwächer gefährdet ) gekennzeichnet.

Andere Listen und gesetzliche Regelungen gibt es in Österreich und der Schweiz.

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