Das umstrittene Palmöl

acandraja / Pixabay

Palmöl – Wissenswertes rund um die Pflanze! Ursprünglich stammte die Ölpalme aus den westafrikanischen Regenwälder. Als Nahrungs- und Heilmittel war diese Pflanze ein hochgeschätztes Gut. Heutzutage findet man die Ölpalme in nahezu allen Tropenregionen der Erde.

Damit die Palme wachsen und gedeihen kann, benötigt sie Unmengen an Licht und zusätzlich eine überdurchschnittliche Lufttemperatur von etwa 26 Grad Celsius. Die Bodenbedingungen sollten genügend Wasser aufweisen können und eine lockere Erde sollte als Untergrund dienen. Bis zu 120 Jahre können Ölpalmen überdauern. In der Regel werden sie jedoch nach etwa 20 – 30 Jahren ersetzt, da der Ertrag mit jedem Jahr geringer wird. Die ersten Früchte trägt die Ölpalme nach etwa 3 Jahren, diese sind länglich und in ihrer Größe vergleichbar wie eine Pflaume. Das Fruchtfleisch ist etwa 10 Millimeter dick, weich und gelb. In der Mitte befindet sich der Stein, der für die Gewinnung von Palmkern“-Öl eingesetzt wird. Das Fruchtfleisch hingegen bietet die Basis für das Roh-Palmöl!
In vielen Bereichen kann das Palmöl punkten, auch deshalb, da das Öl sehr günstig herzustellen und sehr vielfältig anwendbar ist. Zusätzlich findet es hohen Anklang in der Nahrungsmittelindustrie aufgrund der Fettsäurenzusammensetzung. Palmöl muss im Gegensatz zu vielen anderen Ölen nicht vorerst mit chemischen Substanzen gehärtet werden. So entstehen auch keine Transfettsäuren, die sehr gesundheitsschädlich sind. Das Palmöl enthält eine Vielzahl an ungesättigten Fettsäuren, die mitunter das Risiko einer Herzerkrankung senken können.

Gut oder Schlecht – das Palmöl und seine Diskrepanzen

Betrachtet man das Sortiment eines Supermarktes näher, so steht schnell fest, dass in sehr vielen Produkten Palmöl integriert worden ist. Ob Magarine, Pizza oder Schokoriegel, fast in jeden dieser Güter findet man Spuren dieses Öles. Global gesehen, gehört das Öl zu den wichtigsten Pflanzenölen. Es bietet dem Menschen viele Vorteile. Es ist günstig, vielseitig und frei von schädlichen Fettsäuren. Anhand der Etiketierung lässt sich schnell feststellen, ob ein Palmöl verwendet wurde. Meist verwendet die Industrie „vegetabiles Fett“ oder „pflanzliches Öl“

Nahezu überall trifft man auf Palmöl
Schauen Sie sich in Ihrem Bedezimmer um. Sie werden vielleicht eine Menge an Produkten entdecken, die dieses umstrittene Öl beinhalten. Hier ein kleiner Auszug aus den gängigen Produkten, die Palmöl als Bestandteil nutzen:

– Cremes jeglicher Art

– Sonnenmilch

– Köperlotion

– Lippenstifte

– Großteil der Kosmetikprodukte

– Reinigungsmittel

– Stromerzeugung

– Usw.

Die Tendenz ist steigend und vor allem in sehr bevölkerungsreichen Staaten Asiens wird Palmöl als täglicher Fettbedarf herangezogen!

Kritische Sicht bei der Verwendung von Palmöl!
Da die Nachfrage an Palmöl ständigen Zuwachs erhält, führt diese Situation in vielen tropischen Gebieten zu riesigen Palmölplantagen. Hauptsächlich werden Standorte wie zum Beispiel Indonesien oder Malaysia sowie Südamerika und Afrika herangezogen. Die genutzte Fläche wurde seit 1900 etwa verdoppelt. Dies führt langfristig zum Raubabbau der Regenwälder, das wiederum zur Bedrohung von Tieren und Ihren Lebensräumen führt. Vor allem der Orang-Utan und die Tiger sind durch die riesigen Monokulturen in Gefahr.
Befindet sich der Regenwald auf Torfmoorböden so ist dies ein enorm großer Kohlenstoffspeicher. Dieser enthält um etwa 50 mal mehr Kohlenstoff als eine äquivalent Fläche des „konventionellen“ Regenwaldes. Je mehr Palmölplantagen angelegt werden, desto höher ist der Treibhausgaseffekt. Dies führt wiederum zur globalen Klimaerwärmung und trägt nicht sonderlich zur Erhaltung der Erde bei.

Schlecht oder Gut? – der Begriff verschwimmt bei Palmöl!
Grundsätzlich ist Palmöl kein „schlechtes“ Öl. Denn mit diesem Öl kann schon auf geringer Fläche, ein sehr großer Teil der Weltbevölkerung mit Pflanzenöl versorgt werden. Auch für viele Kleinbauern sit das Palmöl ein unverzichtbares Nahrungsmittel, da es die Lebensgrundlage dieser Menschen bildet. Natürlich gibt es immer 2 Seiten des Geschehens. Mit einer guten und ökologisch und ökonomisch vereinbarten Produktion würde Erde und Mensch gleichermaßen befriedigt ohne sich gegenseitig zu schädigen. Aus diesem Grunde wurde der Runde Tisch für Palmöl errichtet (RSPO). Dieser setzt einen Mindeststandard für den Anbau des Öles fest. Der Verein WWF arbeitet mit großen Elan an diesem Projekt mit.

Der Palmölindustrie das illegale Handwerk legen!
Save our Borneo auch kurz SOB genannt ist eine Organisation, die sich vehement gegen die Vernichtung der Tropenwälder einsetzt. Monatelange Waldbrände musste SOB erleben. Es ist kaum vorstellbar, wie sich der Himmel unter einem Waldbrand verdunkeln kann, geschweige den von Atmung die einem zunehmend schwerer fällt. Eigentlich sind Brandrodungen verboten, doch immer wieder wird darauf zurückgegriffen, um noch mehr Platz für diese Palmölplantagen zu schaffen. Diesen Industrien MUSS, das Handwerk gelegt werden. Mensch und Tier dürfen nicht bedroht werden. SOB setzt sich dafür ein und sorgt für Aufklärung und bietet Workshops über Korruption und übernimmt einen Großteil der Öffentlichkeitsarbeit.

Sollten Sie nun einen kleinen Denkanstoß mitnehmen, so achten Sei bei Ihrem Kauf der Produkte, woher Ihr Palmöl stammt. Der Handelskonzern Edeka zum Beispiel setztz in letzten Jahren immer wieder auf nachhaltiges Palmöl. So können Sie sicher stellen, dass kein Tier, kein Mensch und auch keine Natur gefährdet oder bedroht worden sind. Es wäre ein Fortschritt, wenn die heutige Konsumgesellschaft die Augen etwas mehr öffnen würde.

Erzähle Deinen Freunden davon

Ökologie & Umwelt

Das könnte Sie auch interessieren