Alternativen zum Haushaltszucker Agavendicksaft, Ahornsirup, Dicksäfte, Malzextrakt, Melasse, Stevia

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Agavendicksaft 

Agavendicksaft bildet sich im Schaft der Agavenpflanze. Wird diesereingeritzt, fließt der Saft heraus und kann gesammelt werden. Viele Vorteile haben den gesunden Agavendicksaft rasch populärwerden lassen.So hat er aufgrund des hohen Fruchtzuckergehaltes eine höhere Süßkraft als Zucker                                                      (50 Gramm entsprechen etwa 60 – 75 Gramm Zucker) Dabei besitzt er kaum Eigengeschmack. Durch seine flüssige Form lässt er sich leicht verarbeitet. Nicht nur zum Süßen von Müslis, Dressings und Fruchtaufstrichen, sondern auch zum Backen eignet sich Agavendicksaft hervorragend.

Ahornsirup

Schon die Indianer nutzten den eingedickten Saft des Zuckerhorns. Noch heute ist die Art der Herstellung die gleiche. Ahornbäume, die mindestens 40 Jahre alt sind, werden angezapft und der Saft bis zu 50mal eingekocht. Das erklärt auch den recht hohen Preis, denn es werden 40-50 Liter Saft für 1 Liter Sirup  benötigt. Ahornsirup besitzt eine sehr hohe Süßkraft und ein typisches Aroma. Er schmeckt in Backwaren, auf Waffeln und Eierpfannkuchen, harmoniert sehr gut mit Nüssen, wird aber auch zum süßen von Orangen und in süß-sauren und asiatischen Gerichten verwendet. Die Qualität von Ahornsirup wird in verschiedenen Graden angegeben. Grad A wird am Anfang der Ernteperiode gesammelt, dann hat der Saft noch wenig Säureanteile und er ist weniger stark eingekocht, hell, klar und mild. Grad C wird später geerntet, ist wesentlich dunkler und deutlich kräftiger im Geschmack. Ahornsirup ist geöffnet im Kühlschrank aufzubewahren und nur begrenzt haltbar. Naturheld Tipp: Man kann Ahornsirup portionsweise einfrieren.

Dicksäfte

Es handelt sich meist um Apfel oder Birnensaft, der durch Wasserentzug eingedickt wird. 5-7 Liter Saft liefern einen Liter Dicksaft. Da dabei nicht nur Fruchtsüße konzentriert wird, sondern auch die typischen Aromastoffe der Früchte enthalten bleiben, eignen sich Dicksäfte vor allem zum süßen von selbst gemachten Fruchtaufstrichen, Desserts, Kompott und Müslis. Ihre Süßkraft ist etwas geringer als die von Honig. Dafür sind Dicksäfte aber intensiver im Geschmack und dadurch sparsam zu verwenden. Naturheld Tipp: Ein Teil Apfeldicksaft auf 5 Teile Mineralwasser, fertig ist die Apfelbrause. Eine sehr gesunde und leckere Sache.

Malzextrakt

Beim Keimen von Gerste wandelt ein Enzym die Stärke zu Malz um. Danach wird sie gedarrt, geschrotet mit warmen Wasser zu Maische verwandelt, und anschließend wieder eingedickt. Für Reismalz wird der Reis durch Enzyme langsam und schrittweise zersetzt, bis er eine dicke, süße Flüssigkeit ergibt, welcher etwas Gerstenmalz zugefügt wird. Gerstenmalz eignet sich gut als Brotaufstrich, zum Müsli und für süße Aufkäufe. Reismalz, dass einem milderten Eigengeschmack besitzt, passt sehr gut zu asiatischen Gerichten. Weitere Rezepte für asiatische Gerichte mit Malzextrakt erhalten Sie bald auf Naturheld.com

Melasse

Melasse ist der bräunliche, von Zuckerkristallen fast freie Saft, den man aus Zuckerrohr nach dem Kochen der Zuckerkristalle gewinnt. Er ist für die braune Farbe des Vollrohrzuckers verantwortlich und wird auch pur verkauft. Wegen Ihres starken Eigengeschmacks (etwas bitter, Lakritz) sollte Melasse sparsam verwendet werden. Sie wird hauptsächlich für Leb- und Gewürzkuchen verwendet.

Naturheld Tipp:

Wird Haushaltszucker durch ein flüssiges Süßungsmittel ersetzt, denken Sie an die oft höhere Süßkraft und, je nach Rezept, an eine Reduzierung der Flüssigkeitsmenge. Ist eine festere Konsistenz erwünscht, eignet sich auch Stevia als Zuckerersatz. Es gibt also eine Vielzahl von Gerichten und echten Alternativen zu unserem bekannten Haushaltszucker.

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3 Comments

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    Hey,
    sehr gut geschrieben! Aber du hast Palmhonig vergessen, ziemlich neu auf dem Markt,

    vielleicht kannst du Palmhonig ja noch in deine Aufzälung einbauen!
    Viele Grüße
    Sari

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